What’s in my mind: Social Media Impact

Heute eröffne ich den Reigen der Themen, die beim Infocamp vielleicht diskutiert werden können. Um der Themenvielfalt und Offenheit willen sind alle gebeten Ihre Ideen auf unseren Seiten zu präsentieren: Teilnehmer, interessierte Nicht-Teilnehmer, einfach jeder, den die Zukunft von Bibliothek(swissenschaft) und Informationswissenschaft reizt.

Doch zurück zu meinem Vorschlag. Der Stellenwert von Social Media wie Blogs oder Twitter für die Wissenschaft nimmt stetig zu. Dennoch werden Social Media Beiträge meist nicht als Beitrag zur Wissenschaftskommunikation aufgefasst – zumindest außerhalb Web 2.0 affiner Communities. Ich  glaube allerdings, dass Social Media Teil der Wissenschaftskommunikation sein können und wissenschaftlichen Credit oder Impact verleihen können. Folgt man dieser Ansicht, müsste man wohl zwei Aspekte des Verhältnisses von Social Media und Impact analysieren:

  • Verleihen Erwähnungen, Besprechungen und Verlinkungen formaler Verlagspublikationen wie Zeitschriftenartikel in Social Media Services diesen formalen Publikationen Impact? Geben sie Aufschluss über deren Relevanz, Bedeutung oder gar Qualität? Falls ja: Wie korreliert der Social Media Impact z.B. mit Zitationshäufigkeiten oder Nutzungsstatistiken? Falls sie korrelieren: Liegen Artefakte wie sich selbsterfüllende Prophezeiungen oder Matthäus-Effekte vor? Ist Social Media Impact ein Prädiktor anderer Impact-Arten? Sind Social Media Impact und Zitations-/Nutzungsimpact komplementär? Wie könnte man sich solchen analytischen Fragestellungen methodisch nähern?
  • Verleihen Social Media Beiträge, wie z.B. wissenschaftliche Artikel in Blogs Impact –  auch wenn sie keine formellen und offiziellen Publikationen sind? Sprich: Verschaffen sie ihrem Verfasser eine Art wissenschaftlich relevante Aufmerksamkeit oder Reputation? Und wenn ja: Wie könnte man diese erfassen oder messen?

Betrachtet man weniger auf Texte und Nachrichten fixierte Social Media oder Web 2.0 Services wie Blogs, sondern soziale Netzwerke, gegebenenfalls solche, die sich speziell an Wissenschaftler richten, ergeben sich noch weitergehende Perspektiven: Wie können solche Services benutzt werden, um Empfehlungsdienste zu modellieren, mit deren Hilfe wir für unsere Fragestellungen relevante Wissenschaftler oder Publikationen entdecken können?

Alles Fragen, zu denen ich einige Ideen habe. Aber da bin ich sicher nicht der Einzige, sprich: Die Diskussion ist eröffnet – zu diesem oder einem anderen Thema, das Euch auf der Seele brennt. Kommentiert, diskutiert, schlagt neue Themen vor!

Teilnehmen am Infocamp 2012

Die Teilnahme am Infocamp 2012 ist weder kostenpflichtig noch an eine Anmeldung gebunden. Wer dennoch gerne schauen möchte, wer so alles eine Teilnahme am Infocamp erwägt, kann dies auf der Wikiseite Teilnehmerinnen und Teilnehmer tun. Dort kann sie oder er sich auch selber eintragen.

Wozu dies gut sein kann? Erstens könnt ihr sehen und zeigen, wer so alles beim Infocamp persönlich getroffen werden kann. Gerade, wenn man interessante Themen besprechen will, kann das gut sein, vorher ungefähr zu wissen, wer sonst noch so auftauchen wird von denen, die etwas zu jeweiligen Thema zu sagen haben. Eventuell kommen auch Leute gerade, wenn ihr euch in die Liste der potentiellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer eintragt, weil sie einmal über die Themen, für die ihr bekannt seid, mit euch reden wollten. Zweitens ist die Fahrt nach Chur zumindest für einige von euch etwas länger. Zwar ist die Gegend, durch die ihr fahren werdet, interessant genug dafür; schöner könnte es aber sein, wenn ihr gemeinsam fahrt, falls ihr eh den gleichen Weg habt. Drittens können wir als Organisationsteam etwas besser planen, wenn wir ungefähr wissen, wie viele von euch vorbeikommen werden.

Wie gesagt gibt es keine Verpflichtung, sich anzumelden. Nett wäre es trotzdem von euch.